Vom 5. bis 7. Juni 2026 hieß es für den Nachwuchs der Leipzig Lakers: Taschen packen, Trikots einladen, Teamgeist mitnehmen – und ab nach Leer in Ostfriesland. Mit sechs Jugendmannschaften nahm unser Verein in diesem Jahr am Paulberger Cup teil, einem der größten Basketballturniere Deutschlands. Für unsere Spielerinnen und Spieler war es ein Wochenende voller Spiele, Emotionen, Herausforderungen und gemeinsamer Erlebnisse. Für den Verein war es zugleich ein starkes Zeichen dafür, wie lebendig und wertvoll unsere Jugendarbeit ist.

Schon die Anreise machte deutlich: So eine Turnierfahrt ist weit mehr als nur ein sportlicher Termin im Kalender. Rund 470 Kilometer liegen zwischen Leipzig und Leer. Wer mit mehreren Nachwuchsteams, Gepäck, Bällen, Verpflegung, Schlafsachen und jeder Menge Vorfreude unterwegs ist, weiß: Dahinter steckt Organisation, Zeit, Geduld und vor allem viel Engagement. Unsere Trainerinnen, Trainer und Betreuerinnen und Betreuer haben genau das möglich gemacht. Sie planten, koordinierten, begleiteten, motivierten, trösteten, feuerten an und waren das gesamte Wochenende für die Kinder und Jugendlichen da.
Auf dem Spielfeld wartete ein sportlich anspruchsvolles Programm. Der Paulberger Cup bringt Mannschaften aus vielen Regionen zusammen, bietet Spiele in unterschiedlichen Alters- und Leistungsklassen und fordert jedes Team auf seine eigene Weise. Für unsere jungen Lakers bedeutete das: neue Gegner, neue Spielstile, hohes Tempo, körperliche Duelle, enge Spiele, klare Siege, bittere Niederlagen – und vor allem jede Menge Lernmomente.
Dabei ging es nicht nur um Punkte, Platzierungen oder Ergebnisse. Natürlich wollten alle gewinnen. Natürlich wurde um jeden Ball gekämpft, verteidigt, gepasst, gezogen, geworfen und gejubelt. Aber gerade solche Turniere zeigen, was Basketball im Nachwuchsbereich wirklich ausmacht: Kinder und Jugendliche lernen, Verantwortung zu übernehmen. Sie lernen, mit Druck umzugehen, Entscheidungen zu treffen, Rückschläge auszuhalten und nach Fehlern weiterzumachen. Sie lernen, dass ein Team nur funktioniert, wenn alle füreinander einstehen.
Genau das war in Leer immer wieder zu spüren. Auf der Bank wurde angefeuert, von der Tribüne mitgefiebert, nach Schlusspfiff abgeklatscht. Wer gerade nicht spielte, unterstützte die anderen Lakers-Teams. Zwischen den Spielen wurde gegessen, gelacht, geredet, ausgeruht und gemeinsam der nächste Hallenweg gemeistert. So entstehen Erinnerungen, die bleiben: nicht nur an einzelne Körbe oder Ergebnisse, sondern an das Gefühl, Teil einer Mannschaft und eines Vereins zu sein.

Besonders wertvoll war das Wochenende auch für den Zusammenhalt über die einzelnen Teams hinaus. Spielerinnen und Spieler aus unterschiedlichen Altersklassen erlebten sich als Teil einer größeren Lakers-Familie. Die Jüngeren konnten sich von den Älteren etwas abschauen, die Älteren übernahmen Verantwortung und waren Vorbilder. Aus Trainingsgruppen wurden Reisegruppen, aus Mannschaften wurde Gemeinschaft.
Für die Trainerinnen und Trainer war das Wochenende intensiv. Mehrere Tage lang bedeutete ihre Aufgabe nicht nur Coaching während der Spiele, sondern auch Betreuung rund um die Uhr. Sie waren Ansprechpartner bei Nervosität vor dem ersten Spiel, bei müden Beinen nach langen Turniertagen und bei Enttäuschung nach knappen Niederlagen. Sie gaben taktische Hinweise, aber ebenso wichtig: Sie vermittelten Haltung. Fair bleiben. Zusammenhalten. Wieder aufstehen. Sich freuen. Andere respektieren. Genau darin liegt der große Wert von Jugendsport.
Der Paulberger Cup 2026 hat erneut gezeigt, dass unsere Nachwuchsarbeit bei den Leipzig Lakers weit über das reine Basketballtraining hinausgeht. Wir möchten Kinder und Jugendliche sportlich fördern, aber auch persönlich stärken. Basketball bietet dafür den perfekten Rahmen: Man gewinnt gemeinsam, verliert gemeinsam, lernt gemeinsam und wächst gemeinsam. Wer bei einem solchen Turnier dabei ist, nimmt mehr mit nach Hause als Spielerfahrung. Man nimmt Mut mit, Selbstvertrauen, Freundschaften, Teamgeist und das Wissen, dass man Herausforderungen meistern kann.
Ein großes Dankeschön gilt allen Trainerinnen, Trainern, Betreuerinnen und Betreuern, die diese Fahrt möglich gemacht haben. Ebenso danken wir den Eltern, Unterstützerinnen und Unterstützern, die mitgeholfen, mitgefiebert und Vertrauen geschenkt haben. Ohne dieses Engagement wäre eine Turnierfahrt mit sechs Mannschaften nicht denkbar.
Leer 2026 war für die Leipzig Lakers ein sportliches Wochenende, aber vor allem ein Vereinsmoment: laut, lebendig, anstrengend, emotional und voller Basketball. Unsere Jugend hat gezeigt, was in ihr steckt – auf dem Feld, auf der Bank und daneben. Und genau deshalb fahren wir mit Stolz zurück nach Leipzig: auf unsere Teams, auf unsere Trainerinnen und Trainer und auf eine Nachwuchsarbeit, die Kinder stark macht.
Paulberger Cup 2026 – wir waren dabei. Und wir kommen mit vielen Erfahrungen, neuen Erinnerungen und noch mehr Teamgeist zurück.
verfasst von: Dirk H. Laskawy
